Das DSW-Compliance-System

Der Begriff Compliance steht in der Betriebswirtschaft als Oberbegriff für die Einhaltung von Gesetzen, Kodizes und Richtlinien in Unternehmen. Entfernt man sich von der Betriebswirtschaft, so wird man „Compliance“ wohl als Regeltreue oder auch Regelkonformität bezeichnen können.

 

Auch für die Arbeit der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) ist es von höchster Relevanz, dass sie sich selbst und damit alle Organmitglieder, alle Mitarbeiter und sonstigen verbundenen Personen regelgetreu verhalten. Integrität, Fairness und Regeltreue sind für die Arbeit existentiell und genießen daher auch im Tagesgeschäft höchste Aufmerksamkeit.

Auch deshalb hat die DSW ein Compliance-System entwickelt, das darauf ausgerichtet ist, Interessenkonflikte und Regelverstöße erst gar nicht entstehen zu lassen.

 

Das Compliance-System der DSW besteht aus zwei wesentlichen Teilen:

 

1. Compliance-Richtlinien

Mit der Einführung der gesetzlichen Regelung zum Thema Compliance Ende der 90er Jahre hat sich die DSW ein Regelwerk gegeben, welches sich auf das korrekte Verhalten aller für die DSW tätigen Personen bezieht. Dieses Regelwerk wird laufend den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und insbesondere auch den Anforderungen an die veränderten tatsächlichen Rahmenbedingungen angepasst.

Heute verfügt die DSW mit ihren Compliance-Richtlinien über ein Regelwerk, welches klare Vorschriften über den Umgang und die Verwertung von Informationen beinhaltet. Dies bezieht sich sowohl auf Informationen, die von außen an die DSW herangetragen werden, als auch auf Informationen, die sich aus der Arbeit der DSW generieren, wie z.B. das Einleiten von Verfahren gegen Aktiengesellschaften oder das Erheben von Klagen etc.

Die Compliance-Richtlinien der DSW beziehen sich dabei aber nicht nur auf den Umgang mit Informationen, sondern auch auf den Umgang mit potentiellen und konkreten Interessenskonflikten im Einzelfall. So gibt es ein klar formuliertes Melderegime, wann welche Informationen an welche Personen zu übermitteln sind, sofern Potential für Interessenskonflikte auftritt.

Die Compliance-Regeln der DSW sind bei Verstößen mit harten Sanktionen verknüpft. Als Beispiel sei hier die fristlose Kündigung von Mitarbeitern genannt, sofern die Compliance-Regeln nicht eingehalten wurden.

 

2. Compliance-Officer

Die DSW hat sich aber nicht nur darauf beschränkt, ein Regelwerk zu implementieren, sondern legt auch großen Wert darauf, dass dieses nachhaltig gelebt und kontrolliert wird. Daher hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. einen externen unabhängigen Compliance-Officer ernannt. Dabei handelt es sich um Herrn Dr. Axel Berger, ein ausgewiesener Fachmann im Bereich Compliance. Herr Dr. Berger war 14 Jahre lang Mitglied des Vorstands der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ist seit 6 Jahren Vizepräsident der auch als Bilanzpolizei bekannten Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung.

Die Aufgabe des Compliance-Verantwortlichen ist es, die konsequente Einhaltung der DSW-Compliance-Richtlinien zu überwachen. Hierfür stehen ihm verschiedene Eingriffsrechte zur Verfügung. Als Beispiel sei hier die Möglichkeit genannt, in die Depots der Mitarbeiter der DSW Einblick zu nehmen. Dabei bezieht sich das Einsichtnahmerecht nicht nur auf den Mitarbeiter selbst, sondern auch auf sein Umfeld.

Fragen zum Thema Compliance und insbesondere auch zum Compliance-System der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. beantworten wir Ihnen gerne telefonisch unter 0211/6697-01 oder aber per E-Mail unter dswdsw-info.de.

 

Ulrich Hocker                         Marc Tüngler

DSW-Präsident                      DSW-Hauptgeschäftsführer